Das Silberbwergwerk in Schwaz beim Karwendel

Reichtum für eine ganze Region: Das Schwazer Silberbergwerk
Wie war das wohl früher, als tausende von Arbeitern in den Silberabbaustätten des Karwendel gearbeitet haben? Heute ist es gar nicht mehr so bekannt, daß an verschiedenen Stellen dieser Region unter sehr schweren Bedingungen Silber aus dem Berginneren geholt wurde. So gab es zum Beispiel im heute noch wilden Vomper Loch eine Silberförderung. Die größten Silberstollen befinden sich jedoch zu Füßen des Karwendel im Gebiet von Schwaz.

500 Kilometer Bergwerk in Tirol
Das Netz der Gänge summiert sich hier in diesem Bereich auf 500 Kilometer. Eine unvorstellbare Länge, die mit händischer Arbeit über Jahrhunderte geschaffen wurde. Selbst Kinder mussten bei der harten Arbeit helfen! Das Ergebnis dieser Zeit ist heute noch in der Bergbaustadt Schwaz an vielen Stellen zu sehen. Am deutlichsten wird es beim Anblick der Stadtpfarrkirche. Das ganze Dach ist mit tausenden von Kupferschindeln gedeckt, ein "Abfallprodukt" des Silberbergbaus. Das Silber war auch Ursache dafür, daß sich die Stadt Schwaz im Mittelalter zur zweitgrößten Stadt nach Wien im Habsburgerreich entwickelt hat.

Der Silberbergbau wurde mittlerweile still gelegt, es rentierte sich wirtschaftlich nicht mehr. Heute sind im Osten der Stadt Schwaz noch einige Stollenzugänge zu sehen. Ein Silberstollen wurde für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Schaubergwerk ist ein Ausflugsziel geworden. Von aussen ist es unscheinbar. Mitten zwischen Häusern und Wirtschaftsbetrieben ist ein Portal am Berg zu sehen - das Mundloch, wie die Begrleute sagen. Dahinter versteckt sich der Zugang zum Bergwerk. Ein historischer Bergwerkszug steht hier. Die Besucher steigen hier ein und werden rund 500 Meter in das Berginnere hineingefahren. Rund 15 Minuten dauert die Fahrt mit dem kleinen Zug.

Führungen im Silberbergwerk Schwaz
Nach der Einfahrt mit dem Bergwerkszug folgt die Wanderung zu Fuß durch den Berg. Rund 60 Minuten dauert dies. Man passiert verschiedene Stationen, an denen die historischen Begebenheiten der alten Bergwerkszeit vermittelt werden. Eines der größten Probleme des Bergbaus ist das Wasser, das in die Stollen eingedrungen ist. So mussten ein Großteil der Bergleute allein mit dem Abschöpfen des Wasser beschäftigt werden. In Schwaz wurde dieses Problem schliesslich gelöst: Ein Wasserrad wurde erfunden, das das Wasser nach außen beförderte. Ein Nachbau diese immensen Werks ist heute bei der Führung in Aktion zu sehen. Es gibt die Führungen übrigens in allen gängigen Sprachen.

Wann ist das Schwazer Silberbergwerk geöffnet?
Die Führungen sind ganzjährig für Gruppen zu buchen. Für Individualreisende ist das Bergwerk ganzjährig - außer in der Adventszeit - geöffnet.

Wie kommt man hin?
Das Silberbergwerk befinde sich am Rande des Karwendelgebirge direkt in Schwaz. Von der Autobahn, Aufahrt Schwaz, kommend sind Wegweiser aufgestellt. Beim Bergwerk gibt es genügend Parkplätze, wenn es nicht gerade schlechtes Wetter gibt und eine Vielzahl von Besuchern auf die Idee dieses Besuchs kommen.

TIPP SILBERBERGWERK: Die Stollen im Berg haben ganzjährig eine konstante Temperatur von 12 Grad Celsius. Im Sommer sollte man deshalb unbedingt einen warmen Pullover oder eine Jacke dabei haben. Ausserdem ist die Luft im Berg frei von Pollen. So finden Heuschnupfen-Geplagte in den Frühlingsmonaten Linderung im Silberbergwerk.

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