Maibutter im Karwendel

Andreas holt die frische Milch zur Maibutter Herstellung
Frühllingsbräuche Maibutter: So sieht der frische fetthaltige Sauerrahm aus
Den Rahm zur Maibutter aufschlagen
Zimt drüberstreuen und fertig ist die Maibutter Tradition aus Tirol
Die fertige Maibutter, eine Süßspeise als Nachtische oder zum Kaffee

Maibräuche im Karwendel: Die Maibutter
Mehr als Maibaum aufstellen und Maibaum kraxeln: Die Maibutter zum Essen.  Doch was ist Maibutter eigentlich? Dieser Frage gehen wir heute nach. Wir sind zu Besuch beim Bucherwirt, bei Schwaz in Tirol. Andreas Kaufmann - der Bucherwirt - steht in seiner Küche und hält stolz den Mixer. Der Rührstarb ist in einer großen Schüssel gefüllt mit Sauerrahm.

Maibrauchtum bei Schwaz in Tirol
Eifrig mixt er die Maibutter. Jedes Jahr steht er an den Wochenenden und Feiertagen in seiner Küche und stellt diese Tiroler Spezialität her. Er ist der letzte Gastwirt rund um das Karwendel - und einer der Letzen in ganz Tirol, die diese Spezialität heute noch machen. Übernommen hat er das Rezept von seinem Vater der 1999 starb. Damals hatte das Maibutter Rezept für Andreas keinen Wert. Er wollte die Maibutter eigentlich gar nicht mehr machen. Er erinnert sich noch an die vielen Gäste, die in früheren Zeiten von Gallzein nach Buch gewandert sind, um bei Bucherwirt Maibutter zu essen.

Wie kann man Maibutter machen?
Heute ist für Andreas Kaufmann die Maibutter eine traditionelle Süßspeise, die er im Gedenken an seinen Vater gerne herstellt. Er selbst hat keine Landwirtschaft mehr, sie ist verpachtet. Aber im Mai geht Andreas Kaufmann selbst in den Stall zu den Kühen, um aus der frischen Milch den "Grundstoff" für seine Maibutter zu machen. Aus Rohmilch stellt er selbst den Rahm her. Den Rahm veredelt er zu Sauerrahm und füllt ihn in eine große Milchkanne ab. Es ist eine alte Kanne wie sie früher auf den Bauernhöfen in Tirol und auf den Almen gegeben hat. Mit dieser Kanne im Auto fährt er in seine Küche im Bucherwirt. Dort wird der Sauerrahm zur Maibutter verarbeitet. Der Sauerrahm hat 38 % Fett, damit man ihn gut schlagen kann. Je nach Bedarf wird dann eine Portion Sauerrahm in der Küche aufgeschlagen, mit Puderzucker und Zimt bestreut und frisch serviert.

Wie ißt man die Maibutter?
Zu der Maibutter gibt es frisches Brot, somit wird das Fett gebunden. Sonst wäre die Maibutter nicht so gut verdaulich. Schliesslich ist es reine Butter, die allerdings aufgrund der Säuerung und der Zugabe von Puderzucker und Zimt gar nicht wirklich nach Butter schmeckt. Beim Bucherwirt wird übrigens das Bauernbrot von der Schwester selbst gebacken.

Wann gibt es die Maibutter?
Eine echte Maitradition: Die Maibutter wird jedes Jahr nur in den Maiwochen beim Bucherwirt gemacht. Bestellen kann man sie nur an Sonntagen und Feiertagen jeweils zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr. Solange der Vorrat reicht, wenn der vorbereitete Rahm komplett verarbeitet ist, gibt es an diesem Tag auch keine Maibutter mehr. Die Veredelung der Rohmilch zum Sauerrahm dauert nämlich mindestens 3 Tage - bis zu 5 Tagen, je nach Milch, verrät Andreas Kaufmann.

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