Rund um Hinterriss wandern am Ahornboden

Im Naturpark Karwendel wandern: Mittendrin Hinterriss und der Ahornboden

Ahornboden Wanderungen im Naturpark Karwendel
Der Alpenpark Karwendel heißt seit 2015 Naturpark Karwendel. Er geht auf eines der ältesten Schutzgebiete der Ostalpen (1928) zurück. Der Naturpark umfasst eine Fläche von 730 km2 und setzt sich aus 3 Naturschutz-, 2 Ruhe- und 6 Landschaftsschutzgebieten zusammen - mittendrin befindet sich der Ort Hinterriß und der bekannte Ahornboden.

Mit dem bayerischen Naturschutzgebiet Karwendel und Karwendelvorgebirge bildet der Naturpark Karwendel ein Schutzgebiet von 920 km2 – das größte Schutzgebiet der Nördlichen Kalkalpen. Mit dieser beachtlichen Fläche ist der Alpenpark Karwendel das wichtigste Schutzgebiet von Tirol und hat einen wesentlichen Anteil zum Erhalt und Schutz der
Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen. Der Alpenpark dient großflächig dem Schutz
• der gesamten Natur
• der Landschaft und der Lebensräume
• der Vielfalt der Pflanzen und Tiere
• der Eigenart und Schönheit der Bergwelt
• der Ruhe- und der Erholungswirkung der Natur

Bekannt: Vom Ahornboden auf die Binsalm wandern im Gebiet Hinterriss - Eng
Am Ahornboden wandern, z.B. in den Enger Grund hinter der Engalm

Wanderungen im Rißtal
Damit man aus den zahlreichen Wanderwegen und Gipfeln zwischen Hinterriß und dem Ahornboden eine schöne Wanderung findet, haben wir hier einen kleinen Überblick gemacht. Zuerst die kürzeren Wanderungen, mit bis zu 2 Stunden Dauer und unten noch Hinweise auf längere Bergtouren im Gebiet Hinterriss Eng. Wir haben bewusst auch die nicht bewirtschafteten Almen - Rontalalm, Tortalalm oder Hasentalalm - als Ziel aufgenommen. Bitte hier unbedingt selbt Essen und Trinken auf die Wanderung mitnehmen.

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

Wandern auf die Binsalm - Panoramawanderung
Den Ausgangspunkt der Tour bildet der Parkplatz Eng (P10). Von dort aus führt die Forststraße auf die Engalm und weiter in einem großen Bogen zur Binsalm. Sie liegt auf einer Höhe von 1502 m und ist von Ende Mai bis zum Mitte
Oktober bewirtschaftet. Es wird gutbürgerliche Küche und eine Übernachtungsmöglichkeit geboten. Die Dauer der Wanderung beträgt zirka eine Stunde.
Eine Variante führt ab dem Parkplatz Eng (P10) zunächst auf einem stark ansteigenden Wandersteig und dann auf der Forststraße hinauf zur Binsalm. Diese Möglichkeit benötigt 45 Minuten. Eine Verlängerung der Tour wäre zur Lamsenjochhütte beziehungsweise zur Gramaialm Hochleger möglich

Enger Grund
Ausgehend von dem Parkplatz Eng (P10) geht man auf die Engalm und von dort
führt ein breiter, fast ebener Weg entlang des Engergrund-Baches bis zum Talschluss, dem Engergrund.
Durch das sanfte Gelände ist dieser Wanderweg besonders für Ausflüge mit Kindern geeignet. Man benötigt für die Familienwanderung mit Kindern ungefähr eine Stunde.

Tortalalm
Vom Ortsende Hinterriß (P2) führt die Forststraße ins Tortal. Entlang des Torbaches gelangt man gemütlich aufsteigend auf die Toralm, die an den wilden Torwänden im idyllischen Talboden liegt. Die benötigte Zeit beträgt annähernd eine Stunde. Eine Weiterführung der Tour verläuft vorbei am Tortal Hochleger
und riesigen Wandfluchten zwischen Grabenkar- und Talelespitze hinauf zur Torscharte. Der Abstieg läuft mit vielen Kehren an den gewaltigen Nordabstürzen vorbei zur Rontalalm. Von dort aus gelangt man dann wieder nach Hinterriß. Unterwegs kann man Almprodukte erwerben, sofern man in der Almsaison unterwegs ist. In Hinterriß gibt es zusätzlich zwei Gasthäuser (Gasthof Post und Cafe Klösterle) zur Verpflegung und Unterkunft hungriger Wanderer. Die Gehzeit für diese Tour beträgt insgesamt fünf Stunden.

Rontalalm
Von Hinterriß (P1) führt die Wanderung auf der Almstraße gemütlich ansteigend auf den Klausboden. Anschließend verläuft der Wanderweg entlang
dem Bach zur Rontalalm, die auf 1260 m Höhe liegt. Für diese gemütliche familienfreundliche Wanderung benötigt man eine Stunde.
Eine Weiterführung der Tour ist über die Torscharte auf 1815 m ins Tortal und zurück nach Hinterriß möglich. Genauere Angaben siehe Tortalalm. Zusätzlich könnte man von der Rontalalm aus auf die Rappenspitze gehen, wofür man
ungefähr eineinhalb Stunden benötigt.
Tipp: Die Wandertouren Tortalalm und Rontalalm können sehr gut miteinander verbunden werden und ergeben eine schöne Rundwanderung.

Hasentalalm
Vom Parkplatz Hagelhütten (P8) aus geht man bis zum Niederleger auf dem Fahrweg. Weiter führt die Wanderung auf einem Wandersteig, der sich vorbei am Mittelleger hinaufschlängelt zum Hochleger der Hasentalalm. Für diese Wanderung werden zirka eindreiviertel Stunden benötigt. Eine mögliche Variante bildet von dort aus die Tour auf den Kompar, der 2010 m hoch ist. Für ganz fleißige Wanderer gibt es noch die Möglichkeit, vom Kompar aus weiter auf
dem Grat zu wandern vorbei an Grasbergsattel, Grasbergjoch, Hölzelstaljoch und nach dem Fleischbank zurück ins Tal Richtung Hinterriss, oder noch weiter übers Schönalmjoch zur Tölzer Hütte (Übernachtungsmöglichkeit). Man kann
auch von der Hasentalalm über das Satteljoch mit 1935 m auf die Plumsjochhütte gehen und dann wieder ins Tal zurückkehren.

Grasbergalm
Ausgangspunkt ist der Parkplatz Laliderertal (P6), von dem aus man ungefähr 300 m dem Rißbach aufwärts folgt. Dann zweigt man von der Asphaltstraße ab und geht links hinauf zur Karlalm (1182 m). Weiter führt der Wandersteig zur
1528 m hoch gelegenen Grasbergalm. Der Zeitraum für die Tour beträgt zwei Stunden. Eine Variante führt vom Parkplatz Kreuzbrücke (P5) hinauf zum Weitkargraben, nach dem man bald auf denselben Weg gelangt, der auch bei der vorhin genannten Tour genutzt wird.
Die Grasbergalm kann als Ausgangspunkt vieler weiterer Touren dienen. So ist es beispielsweise möglich, über den Kompar zur Plumsjochhütte weiter zu gehen. Außerdem kann man das Grasbergjoch und das Hölzelstaljoch zum Fleischbank auf dem Grat wandern, anschließend dann in die Eng ins Tal wandern.

Coburg Kapelle in Hinterriß
Ausgangspunkt ist das ehemalige Infozentrum Karwendel (alte Schule) in Hinterriß. Am Parkplatz links erreicht man nach zirka 150 m die Coburg Kapelle – Grabstätte der H.R.H. Duchesse of Albany. Sie war die Schwiegertochter der Königin Victoria von England und deren Gemahl Albert von Sachsen Coburg.
Sie verstarb im Schloss in Hinterriß und wollte dort begraben werden. An der Vorderfront der Kapelle finden sich zwei Figuren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Links die Heilige Katharina, rechts die Heilige Barbara. An der linken Seite der Kapelle befindet sich der kleine Friedhof mit einem Denkmal aus England, ein Kreuz aus Granit mit der Inschrift:
Born February 17. 1861
Died September 1. 1922
In loving memory of H.R.H.
Helen Duchesse of Albany
Prinzessin zu Waldeck und
Pyrmont.
Die Kapelle wurde errichtet von Herzog Carl Eduard im Jahr 1923. An der Kapelle lädt eine Bank zur herrlichen Sicht ins Rißtal und auf die Rißer Falken ein. Hinter der Kapelle befindet sich eine Tafel mit Informationen über die
Geschichte der Jagd und eine Ortsgeschichte von Hinterriß von der Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel.

Jungfernsprung
Ausgangspunkt ist das Infozentrum Karwendel in Hinterriß. Weiter bis zum Parkplatz Rontalalm. Vor dem Parkplatz links weg auf der Forststraße zirka 140 m entlang, dann am Steinmandl auf einem Pfad rechts hoch gehen. Nach weiteren zirka 150 m erreicht man den „Jungfernsprung“. Hier befindet sich eine Bank mit einem Marienbild. Von dort aus bietet sich dem Wanderer ein herrlicher Blick auf die Klamm und den Wasserfall ins Tortal. Achtung: Die Wand fällt steil ab – keine Sicherung!

Kaiserhütte und Weitgriesalm
Richtung Vorderriß vor der 2. Brücke links ab – Schild Richtung Vordersbachau. Weiter bis zur 1. Abzweigung, rechts abbiegen und entlang dem Rißbach wandern. Nach zirka 45 Minuten auf der Schotterstraße erreicht man einen Steg
mit Geländer über den Rißbach. Von dort sind es nur noch zirka 350 Meter bis zur Einkehr Kaiserhütte (Weitgriesalm).

Zum Gasthaus Herzoglicher Alpenhof (geschlossen!)
Nach dem kleinen Parkplatz beim Feuerwehrhaus links über die Brücke wandern. Auf der linken Seite sieht man das Jagdschloss, erbaut 1840 von Karl Fürst von Leiningen-Amorbach Miltenberg. 1846 verkauft an Herzog Ernst II von Sachsen-Coburg-Gotha, später an Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Das Schloss wurde 1964 an einen Privatmann verkauft und ist jetzt dem Verfall preisgegeben. Beim Schloss rechts abbiegen, vorbei am so genannten Herzoghaus (früher herrschaftliches Jagdhaus, jetzt privat) führt eine Schotterstraße abwärts. Nach zirka 25 Gehminuten erreicht man die Hauptstraße Richtung Eng. Weiter zirka 400 m auf der Hauptstraße zum Gasthaus Herzoglicher Alpenhof.

(Quelle: Alpenpark Karwendel)


Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden
Plumsjochhütte
Tölzerhütte
Falkenhütte
Lamsenjochhütte
Gramaialm Hochleger
Vorderskopf
Touren mit einer Dauer von bis zu sieben Stunden
Fereinalm (Krinner-Kofler-Hütte)
Karwendelhaus
Fleischbank

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